Aicha

Die Ortschaft Aicha mit ca. 480 Einwohnern liegt auf 730 m Höhe in der Nähe der Festungsanlage Franzensfeste. Mit ihren 65.000 Quadratmetern Fläche ist die Franzensfeste die größte historische Anlage Südtirols. Das Dorf, das erstmals 1147 urkundlich erwähnt wurde, gehört zusammen mit Viums zu den kleinsten Ortsteilen der Gemeinde Natz-Schabs im Eisacktal. Heute beherrschen schöne Obstanlagen die Landschaft rund um Aicha, früher breiteten sich hier terrassenartige Weinberge aus.

Nicht nur die Landschaft bezaubert, auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es in der Umgebung zu bestaunen, von märchenhaften Burgen bis hin zu mittelalterlichen Städten. Durch seine zentrale Lage ist Aicha idealer Ausgangspunkt für Tagestouren und für Ausflüge in ganz Südtirol.

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Naturdenkmal Alte Linde

Im Mittelalter waren Linden häufig Orte unter denen zu Gericht gesessen wurde.

Neben der Friedhofsmauer, welche die Kirche St. Nikolaus umgibt, steht ein alter Lindenbaum. Da der Stamm gesprungen ist, lässt sich das Alter der Linde nicht mehr genau bestimmen. Man schätzt jedoch, dass sie einige hundert Jahre alt ist. Sie wird mit Eisenstangen zusammengehalten.

St. Nikolauskirche

Nach der Überlieferung soll die Kirche um das Jahr 1402 aus einer kleinen Kapelle entstanden sein, vollendet wurde der Bau im Jahre 1464.

Das 1985 freigelegte Fresko über dem Kirchenportal am Vorbau der Kirche soll vom bekannten Südtiroler Maler und Bildschnitzer Michael Pacher stammen. Aus dieser Zeit stammt auch der Spitzturm mit den vier Glocken.

Kastanienhain im "Köstental"

Am östlichen Nordrand von Aicha liegt der Kastanienhain "Köstental". Die Kastanienbäume stehen unter Naturschutz.

Im Mittelalter lag der Hauptnutzen der Kastanie in ihrer Verwendung als Grundnahrungsmittel. Sie galt als das "Brot der armen Leute". Und bis heute ist die edle Rarität aus der Südtiroler Küche und auch beim "Törggelen" im Herbst nicht mehr wegzudenken.